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Interview mit Tom Morello

 schlimm  04.06.2007 um 10:36
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Zur Zeit ist Tom Morello, auch bekannt als Gitarrist von Rage Against The Machine und Audioslave und als Mitgründer der Organisation Axis Of Justice als The Nightwatchman mit seinem Album "One Man Revolution" (Album bei Amazon bestellen) auf Tour. U2-Fans dürfte der Mann auch ein Begriff sein, waren doch Rage Against The Machine während der Popmart Tour bei zehn Shows die Anheizer der vier Iren. Im Rahmen seines Konzertes in Köln am 31. Mai hatten wir nun die Möglichkeit trotz allen Zeitdruckes von Tom Morello auf einen sehr netten, entspannten und angenehmen Gesprächspartner zu treffen und ein kurzes Interview zu führen. Das Gespräch drehte sich weniger um Musik, sondern um den G8 Gipfel und natürlich Bono (hier klicken).

U2tour.de: Hallo Tom! Erstmal alles GUTE nachträglich zum Geburtstag. Die wichtigste Frage zuerst: Wie geht es Dir? Was macht die Gesundheit? Tom: Hi, vielen Dank! Oh, mir geht es sehr gut, wieso fragst Du? U2tour.de: Nun, wie man hört sollst Du momentan etwas angeschlagen sein. Viele Interviewtermine wurden gecancelt, weil es Dir nicht gut gehen soll. Darum auch vielen Dank, dass Du Dir kurz Zeit für uns nimmst! Viel Stress momentan? Tom: Ja es gibt eine Menge zu tun. Aber ich bin der Nightwatchman "One Man Revolution" und momentan ist nicht die Zeit sich auszuruhen. Bei euch in Deutschland wird dieser Tage Geschichte geschrieben und da ist der Nightwatchman dabei. U2tour.de: Du sprichst den G8 Gipfel an? Tom: Korrekt! Wir können die Vergangenheit nicht ändern, nur aus ihr lernen. Die Zukunft ist allerdings wie ein unbeschriebenes weißes Blatt und wir alle haben nun die Möglichkeit dieses Blatt zu beschriften und positiv zu gestalten. Dies sollte unser aller Antrieb sein! Ich selber werde am 2. Juni beim "Move Against G8" auftreten. U2tour.de: Im Rahmen des Gipfels findet am 7. Juni in Rostock ja das "Deine Stimme gegen Armut" Konzert statt. Ein politisch sehr aktiver Kollege von Dir wird ebenfalls dort auftreten. Ist Bono eher ein Vorbild für Dich oder zählst Du Dich zu seinen Kritikern? Tom: Ach weißt Du, es ist immer leicht Bono zu kritisieren, weil er natürlich auch angreifbar ist. Nicht jeder sieht es gerne, wenn ein protestierender Rockstar bei Bush ein- und ausgeht. U2tour.de: Du zählst ja ganz sicher auch nicht zu einem Bush-Fanclub. Wie denkst Du persönlich da rüber? Tom: Nun, wir müssen Bush und seine Regierung einfach stoppen, das ist ein sehr großes Anliegen von mir. Trotzdem kann ich Bono nicht dafür kritisieren, wenn er sich mit diesen Leuten trifft. Der Mann kann für seine Mission ja nicht mit irgendeinem Buchhalter sprechen. Nein, er muss für sein Anliegen an die allerhöchsten Türen anklopfen. Es geht dabei weniger um die Personen, sondern viel mehr um das Amt, die Macht und den Einfluss. Der amtierende Präsident der USA ist, unabhängig vom Namen, egal ob Clinton, Bush oder wer auch immer, für Bono und seine Projekte eine ganz große Hilfe. Im Übrigen Projekte von immenser Wichtigkeit. Und um Deine Frage von eben zu beantworten: Ich bewundere Bono für seine Ausdauer und seinen langen Atem. Er geht den steinigen Weg und glaub' mir, er ist sich dessen ganz sicher bewusst. Und nebenbei erwähnt ist er einer der nettesten Menschen in diesem ganzen Rockzirkus. Ich kenne ihn nun schon so lange, von ihm können manche noch eine Lektion in Demut lernen. Schade, dass ich nicht mehr Zeit habe, ich muss jetzt leider weg. U2tour.de: Oh schade, jetzt blieb gar keine Zeit mehr über das Konzert heute, die Reunion von Rage Against The Machine und Musik zu reden. Tom: Das war heute sicher nicht die größte Audience in Köln, vor der ich jemals gespielt habe, aber einer der besten. Ich komme immer wieder gerne nach Köln. Die Leute sind supercool und verstehen wirklich worum es geht, sie können zuhören. Momentan ist nicht die Zeit, über Rage Against The Machin zu sprechen, der Nightwatchman hat noch viel Arbeit. U2tour.de: Also wird es weitere Veröffentlichungen von Dir unter dem Namen "Nightwatchman" geben? Tom: Definitiv! Wie heißt eure Kirche hier? Da muss mich das Taxi hinbringen. U2tour.de: Du reist per Taxi? Sag' dem Fahrer einfach, er soll Dich zum Dom bringen. Vielen Dank für das Interview. Interview und Übersetzung: Torsten "schlimm" Schlimbach Konzertreview/Fotos Köln 31.05. CD-Rezension "One Man Revolution"



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