Wie lange seid ihr schon Fans vom Original und wie stark ist Eure Sympathie (d.h. Schon viele Shows gesehen)?
Schon sehr lange: Wedges erstes U2-Album war "October" (1981) und die erste Show müsste von der "War"-Tour gewesen sein. (Seitdem sind der Platten- und CD-Schrank und die Vitrine mit den Konzerttickets ganz schön voll geworden.) Auch Bernie und WIlliam haben in dieser Zeit ihre musikalische Sozialisation erfahren. Aber der eigentliche Urknallmoment war sicherlich "Joshua Tree": Seitdem ist Chris, unser Motor und Hardcore-Fan (der wahrscheinlich schon auf irisch träumt) bis in die letzte Haarzelle mit dem U2-Virus infiziert. Und wie man sieht, hat er uns alle damit angesteckt ...
Von welchem Livestück von U2 seid ihr "enttäuscht" gewesen und spielt es nach Eurer Meinung vielleicht sogar besser?
Wenn U2 auf die Bühne gehen, geben sie alles und riskieren musikalisch auch mal was, statt stur die Studioproduktion abzufahren. (Genau wie wir, übrigens.) Klar, daneben gehen kann immer mal was. Aber eigentlich geht es um den Vibe und die Verbindung zum Publikum. Das kann man nicht nach sportlichen Maßstäben bewerten. Ein Live-Konzert sollte ein Happening sein, pure und heiß servierte Emotion, kein spieltechnischer Wettkampf. Musik ist doch Kommunikation! Und wenn uns die mal besonders gut gelingt, umso besser.
Was ist Euer Ziel für die Zukunft?
Jede Menge Konzerte spielen, Spaß haben und den Fans möglichst viele Gänsehautmomente bescheren. Wenn das Publikum unsere Gigs so genießen kann, wie wir das tun, und wie wir schweißnass, mit feuchten Augen und mit pochendem Herzen nach Hause geht - dann sind wir auf dem richtigen Weg!<br><br>Und, na ja, falls uns das U2-Management irgendwann mal zu einer privaten Gartenparty einlädt, um die Jungs mal selbst zu treffen, würden wir natürlich auch nicht nein sagen ...