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15.08.2009
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Organisatoren in Europa: Aufgepasst (Der Walk in den FOS)

Ist dann man nun endlich bei einem Bier in London und hat auch seine sau spät angekommenen Tickets in der Hand, ist der riesen Ärger über Ticketmaster und Konsorten schon wieder fast verflogen. Fast. Naja.

Aber am Tag des Konzertes sieht man wieder mal, warum man in die englische Hauptstadt auf ein Konzert geht. Es ist (beim Anstehen) einfach alles so entspannt. 2 Reihen vor dem Stadion, dieses mal "nur" einfach abgegrenzt mit einem Absperrband. (2005 in Twickenham hatte man hierzu Tonnen von Absperrgittern herangekarrt, um die Fans in eine Reihe zu bringen – siehe Foto)

Aber die Security immer aufmerksam mit dem Hinweis an die Fans, man solle Leute, die sich rein drängeln, einfach melden, die werden dann rausgeschmissen. Nummern werden wie immer vergeben, sind wie (fast) immer für die Katz’ – aber irgendwie funktioniert das perfekt.

Das eigentliche Highlight ist jedoch der Einlass. Beide Gates gleichzeitig (! – ist ja nicht so selbstverständlich – siehe Paris) auf, beide Gates werden mit Blockabfertigung (jeweils ca. 150 Personen) zu den automatisierten Drehkreuzen (Ticketscanner) gelassen. Kein Drängeln, kein Rennen, man ist mit einer überschaubaren Gruppe unterwegs.

Kurzer Check, Bändchen an die Hand für den Pitch und runtergehen auf den "hl. Rasen" von Wembley. Gemütliches Spazieren zu den FOS-Gates, wer nur einen schnellen Schritt macht, wird eingebremst. Gemütliches Durchgehen durch die FOS-Gates. Keine Traube, weil man hier nicht von hinten zu schnell die Leute reinläßt. Daher auch kein unendliches Gedränge und sinnlose Hinweise, nicht zu drücken, wie man es sonst kennt.

Das ist normal? Ja, in London. Aber in Deutschland, Österreich und weiteren Städten? Hier werden x Tore gleichzeitig geöffnet, keine Kanalisation der Fans, die am längsten da sind, wer sich seitlich reindrückt hat oft bessere Chancen. Tausende Leute im Run zu den FOS-Gates, wo dann 3 Schleusen sind, die, no na ned, sofort verstopft sind. "Nicht drücken!" Ja – klar, wenn von hinten hunderte auch rein wollen geht das automatisch. Eine bemerkenswerte Ausnahme bildet da die Veltins Arena in Gelsenkirchen: dort war sowohl das Warten als auch der Einlass in 2005 wie auch heuer gut organisiert und lief sehr geordnet ab. Nur in den Tunneln wurde anfangs gerannt, aber spätestens im Stadion hielten ein genug Sicherheitskräfte davon ab.

Jedes Jahr kontaktiert u2tour.de die Veranstalter in D und Ö, jedes Jahr kommt die gleiche dumme Antwort. "Wir können das, wir sind Profis, wir brauchen keine Hilfe". Ja, dann halt Hausverstand. Gelsenkirchen war heuer wohl eine Ausnahme. In Berlin gibt es einen vorderen Bereich beim Anstehen, der abgetrennt ist von Fans, die später gekommen sind. Super! Die Tore gehen auf und auch diese Absperrung wird geöffnet. Sorry, aber wie blöd muss man sein? Erst mal sie ersten 2000 rein gehen lassen, dann des Rest. Ist das denn so schwer? Manchmal leider schon.

Und hier der Videobeweis!



News geschrieben von Didi am 15.08.2009 um 10:24

    



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